Danke Eintracht Frankfurt - ¡Hola España! Hala Madrid!

 Real Madrid C.F.

Kurz vorab: bevor ich Anfang des Jahres zu meiner Eintracht gewechselt bin, hätte ich nicht einmal daran nachgedacht Ansprüche auf jegliche Titelambitionen zu stellen. Es war mehr die Vorfreude endlich beim Herzensverein gelandet zu sein, allen voran in der beliebten Bundesliga, wo die Konkurrenz doch Jahr für Jahr sehr stark besetzt ist. Man hatte mit Eintracht Frankfurt nicht den Zugzwang jedes Spiel gewinnen zu müssen, noch weniger einen Titel zu gewinnen. Und dennoch war es im jeden Spiel wie im echten Leben – man fühlte jedes Spiel mehr, jeden Sieg mehr, jeder Rückschlag mehr und man hatte so viel Spaß wie noch nie. Wie sich die ersten zwei Saisons mit der SGE entwickelte, gleicht fast schon einem Traum. Und diese Gedanken möchte ich gerne hier mit euch teilen.

 

Jahreswechsel 2021 auf das Jahr 2022. Dragsloav Stepanovic, heute 72 Jahre alt und absolute Kult- und Identifikationsfigur der SGE, trifft sich an diesen Tagen mit seinen ehemaligen Spielern, die er zu Beginn der 90er Jahre noch trainiert hatte: Uwe Bein, Manni Binz, Ralf Falkenmayer und Axel Kruse – alles Spieler, die den Verein geprägt und eine Ära eingeleitet haben. Nur ungern erinnern sie sich an die Ereignisse aus dem Jahr 1992: letzter Bundesliga Spieltag in Rostock, mit einem Punkt, gar einem Sieg, kann die SGE deutscher Meister werden. Beim Stande vom 1:1 wurde der Eintracht ein klarer Elfmeter verweigert, am Ende verloren die Hessen sogar noch mit 1:2 in Rostock und verspielten somit leichtfertig die Meisterschaft: „Auch heute lebt das Trauma noch“, hört man aus einem ruhigen Stepanovic, der nach seinem zwoten Äppelwoi sichtlich angeschwipst war. Kruse legte noch nach: „Ein Skandal war das, denn hier wurde eine Mannschaft verarscht, ein ganzer Verein hintergangen und wer weiß, wann es mal wieder die Möglichkeit gibt eine Meisterschaft zu feiern?“ Jedes Jahr treffen sich die Veteranen der damaligen Eintracht Truppe im schönen Sachsenhausen um auf ihre dennoch glorreiche Freund- und Kameradschaft zu trinken. Und diese Kameradschaft sollte sich im Jahr 2022 bei Eintracht Frankfurt neu herauskristallisieren.

 

Eine neue FIFA Town Saison (die 37. Saison) stand kurz vor den Startlöchern. Es wurde umtriebig getauscht, viele „Wow“ Deals kamen zustande, unter anderem der Überraschungswechsel Greenmangos vom FC Barcelona zu seinem Herzensclub Werder Bremen und im Hintergrund bastelte man ebenfalls an einen Wechsel zu einem Lieblingsclub, den beide Parteien zufriedenstellte. Coach Babakinho, gerade mit Sporting Lissabon die portugiesische Meisterschaft sowie Pokal gewonnen, suchte bereits nach der nächsten sportlichen Herausforderung. Zu Beginn seiner Town Karriere April 2020 erwähnte er den Traum eines Tages seinen Herzensverein Eintracht Frankfurt in der Bundesliga vertreten zu dürfen, so war dieser Traum eigentlich fast unmöglich zu realisieren – schließlich war Trainer Urgestein Wernersen81 nicht nur schon eine lange Zeit bei der SGE anstellig, nein, er ist unter anderem auch ein glühender Fan der Adler und mit über 400 Town Partien (so viele Spiele haben nicht mal gestandene Townies in FIFA Town absolviert) nur mit Eintracht Frankfurt erschien dieser Traum noch unerreichbarer zu werden.

Nun, fast zwei Jahre später hat sich so einiges verändert. Wernersen81 übergab einige Saisons davor die SGE einem weiteren Adler Anhänger, Marco_Wun, der mit Frankfurt nicht nur den Kampf einhauchte, sondern auch das Offensivspiel neu aufmischte. Und er zeigte sich gegen Ende der 36. FIFA Town Saison gesprächsbereit für ein Wechsel. Natürlich wollte man sich die Chance nicht entgehen lassen Eintracht Frankfurt zu trainieren und so kam es am 02.01.2022 zur offiziellen Bekanntgabe: Babakinho wechselt von Sporting Lissabon zu Eintracht Frankfurt und auf der anderen Seite Marco_Wun von Eintracht Frankfurt zu Sporting Lissabon. Ein Win Win Deal für beide Seiten und eine Rückkehr in die Bundesliga mit dem nun richtigen Verein. Mit Eintracht Frankfurt hat man auf Town seine Lieblingsmannschaft erhalten, die nicht nur beliebt sind, sondern in der Vergangenheit immer in Händen der SGE Fans war – diese neue Tradition sollte weiterhin bestehen.

Das Ziel mit der SGE war klar definiert: man wollte unter die ersten vier Plätze kommen um die Qualifikation zur Champions League zu meistern. Und der erste Spieltag zeigte direkt, dass dieses Unterfangen schwierig wird; mit 2:5 ging man gegen Wolles FC Köln unter und früh zweifelte man an die 3-5-2 Formation, die mit der SGE bei dem Spielermaterial prädestiniert war. Und nachdem man auch in der Champions League Qualifikation zur Gruppenphase an ASdoZeRs PSV Eindhoven scheiterte, stellte man die Grundformation komplett samt Taktik um; von Pressing zu einer ausgeglichenen Herangehensweise in der bekannten 4-2-3-1 Formation, bei der Kamada auf der 10 mit seiner Technik und Übersicht den kolumbianischen Nationalstürmer Rafael Borre mit Toren füttern sollte. Und nach einer gewissen Eingewöhnungszeit kam Frankfurt unter der neuen Leitung immer mehr ins Rollen. Hatte man zur Hinrunde noch satte 5 Niederlagen in der Bundesliga einstecken müssen, spielte man in der Rückrunde klasse auf und kassierte nur noch eine Niederlage. Platz 4 wurde dennoch nicht erreicht, da mit dem Meister FC Bayern, RB Leipzig, Werder Bremen sowie Bayer Leverkusen Teams vor der SGE standen, die konstant durchweg ihre Leistungen bestätigten. Doch dennoch durfte die am Ende SGE jubeln; denn mit dem Euro League Sieg der Dosen aus Leipzig, sprang ein weiter Champions League Platz in der Bundesliga raus, da RB Leipzig sich bereits über den regulären Ligabetrieb für die Champions League qualifizierte. Und es kamen weitere Freudemomente hinzu. Im DFB-Pokal gewann Eintracht Frankfurt erstmals in FIFA Town einen Titel nach einem 5:4 Spektakel im Finale gegen Jahn Regensburgs (blacksacki) und zusätzlich kam noch ein internationaler Titel mit der vielleicht nicht so beliebten Conference League dazu, wo man sich im Finale, ebenfalls ein sehr torreiches Spiel, mit 5:3 gegen den SSC Neapel (Barbarossa) durchsetzen konnte. Ob die Conference League nun beliebt ist oder nicht, über diese zwei Titeln direkt zur ersten Saison mit der Eintracht freute man sich immens, so weiß man realistisch einzuordnen, dass Titel mit der SGE zu gewinnen nicht so einfach sind. Und in der zweiten Saison mit der SGE sollte die Besetzung, sowohl in der Bundesliga, als auch international, nicht einfacher werden. Diese zwei Titeln machten einen sehr stolz, denn es gibt nichts schöneres, als mit seinem Herzensverein einen Titel feiern zu können.

 

Die 38. FIFA Town Saison – Die Meistersaison, die bei allen SGE Fans unvergessen sein wird!

 

Kurz vor Saisonende im Frühjahr gab es wieder ein Treffen der Frankfurter Veteranen, die sich jedes Jahr im Sachsenhausener Lokal wiederfinden. Das Jahr 2022 ist für die Eintracht bis dato nach dem DFB-Pokalsieg 2018 eine überaus erfolgreiche Saison – international zumindest geseen hat die Eintracht die historisch riesige Chance den wohl größten Vereinstitel nach Hause zu bringen. „Diesen Titel lassen sich die Jungs nicht mehr nehmen. Die Euro League kann nur an Eintracht Frankfurt gehen!“, so ein euphorischer Uwe Bein, seinerzeit einer der besten Spielmacher in der Bundesrepublik Deutschlands und wichtigster Spieler der Eintracht aus Frankfurt. „Sie müssen sich belohnen, und das tun sie nicht nur für sich, nicht nur für den Verein und die Fans – das tun die Jungs vor allem auch für den Jürgen (Anmerkung d. Redaktion Jürgen Grabowski, der kürzlich verstorben ist) und Bernd Nickel!“, hört man einen ernsten Falkenmayer raus, der vor allem mit Bernd Nickel ein gutes Verhältnis pflegte.


Virtuell sollte es für die Eintracht wie im realen Leben die wohl beste Spielzeit geben, die sich zeitgleich mit den realen Ergebnissen abdeckt….

 

In der Bundesliga gab es wieder einige Wechselspielchen; mit Tiggr konnte der 1. FC Köln einen weiteren sehr starken Trainer verpflichten, den viele mit seiner Erfahrung nicht weniger als im Favoritenkreis der Meisterschaft dazuzählten. Und für die Experten war der Favorit in dieser Bundesliga Saison auch bereits klar; nach der Vizemeisterschaft sowie dem Euro League Sieg im Gepäck sollte Trainer Urgestein Rokko mit RB Leipzig diesmal die Meisterschaft mit den Dosen klarmachen. Und ebenfalls drin im Geschäft: Überraschungsmeister FC Bayern mit Dauborner, den letzte Saison kaum jemand auf dem Schirm hatte und dieser sich knapp gegen Leipzig den Meistertitel sichern konnte. Eintracht Frankfurt und Coach Babak? Sicher einer der Kandidaten, der vielleicht oben anzusehen waren, aber weil dann doch der fünfte Tabellenplatz in der vergangenen Saison hängenblieb, war Frankfurt jetzt nicht wirklich der Favorit auf die Meisterschaft; und in dieser Rolle fühlte sich die SGE nicht nur wohl, man schöpfte eine weitere Motivation den Schwung der Rückrunde aus der vergangenen Saison mitzunehmen – und wie!

Mit 13 Siegen in Folge stürmten die Adler zu Beginn der Saison unangefochten an die Tabellenspitze, bereits früh in der Saison konnte man am zweiten Spieltag gegen den Vizemeister RB Leipzig mit 4:1 gewinnen und somit ein Statement an die Liga senden; mit der SGE sollte zu rechnen sein. Zwar setzte es am 14. Spieltag mit einem 1:1 gegen Gladbach die ersten Punktverluste, die jedoch die Mannschaft nicht aus der Bahn warf und folglich wieder eine Siegesserie gestartet wurde, die bis zur Ende der Saison bestand hielt. Eintracht Frankfurt holt erstmals in FIFA-Town die deutsche Meisterschaft und zusätzlich erreichte man erneut das DFB-Pokalfinale. Doch mit der Titelverteidigung wurde es nichts – nach einer umkämpften und intensiven Partie gewannen die Kölner letztlich mit 2:1 gegen die SGE und konnten ihrerseits mit Trainer Tiggr erstmalig den DFB-Pokal am Dom präsentieren. Doch diese Niederlage sollte die Mannschaft nicht umhauen.

International lief es hingegen hervorragend; zwar scheiterte man abermals in der Champions League Quali an ASdoZeR (danke Dr.Alu für das Losglück), doch gegen das Millionarosteam aus PSG schied man in zwei Spielen dann doch sehr knapp mit 1:3 nach Verlängerung erst aus dem Geschäft: so landete man wieder in der Euro League, in der man aber in der Gruppenphase mit 6 Siegen aus 6 Spielen und 31 Toren Richtung Achtelfinale stürmte. Nach Siegen über Anderlecht (cr7mbr7), FC Nantes (marijusma) und Juventus Turin (Luigi) erwarteten die Adler im Finale den großen Scheichverein aus England - Manchester City. Ein Brocken, wenn nicht sogar das beste Team im Weltfußball aktuell. Doch in dieser Saison war alles möglich – mit dieser Mannschaft, mit den Fans, für die Fans, für den Verein, für Grabowski und Bernd Nickel. In diesem Finale wollte die Mannschaft noch ein letztes Mal alles aus sich rausholen um den Fans nach dem Conference League Sieg in der vergangenen Saison auch den Euro League Pokal am Römer präsentieren zu können. Und die Mannschaft wuchs über sich hinaus!

Mit einem satten 4:2 Erfolg über Manchester City sicherten sich die Hessen auch hier erstmalig in FIFA-Town die Europa League und können neben der deutschen Meisterschaft das Double mit den Fans feiern. Der wohl größte Erfolg Eintracht Frankfurts. Man hat jegliche Erwartungen übertroffen und dass es in derselben Town Saison einen Euro League Sieg mit derselben Mannschaft zu feiern gibt, wie im realen Leben die gleiche Mannschaft den Titel gewonnen hat, ist wie eine Bilderbuchgeschichte.


In dieser Saison merkte man die Spielfreude besonders an, denn die Automatismen in der Offensive um Kostic/Kamada/Borre/Knauff waren einstudiert, die Defensive kristallisierte sich als ein Bollwerk in der Viererkette raus und das Mittelfeld um Sow und Barkok/Jakic waren als moderne Box to Box Spieler enorm wichtig für die gesamte Mannschaft. Allen voran in den direkten Duellen gegen Leipzig, Köln und Bayern ließ man keine Zweifeln aufkommen wer Meister werden will und so war der Weg zur ersten Meisterschaft in der Bundesliga mit Eintracht Frankfurt der größte und stolzester Erfolg, den man in der Trainerkarriere in Town bisher feiern konnte. Man war in nahezu jedem Spiel gezwungen die Bestleistung abrufen und dass es überwiegend so gut funktionierte ist auch ein Verdienst der gesamten Mannschaft. Eintracht Frankfurt wird diesmal wieder international in der Champions League auf sich aufmerksam machen – doch dann ohne ihren Trainer Babakinho, der sich für eine Saison einem anderen Verein anschließen wird, zu denen er nicht Nein sagen konnte. Ein Verein, der mehr Stahlkraft im Weltfußball besitzt, als jeder anderer Club in Europa. In der 39. Saison trainiert man das ruhmreiche Real Madrid und man kann sich an dieser Stelle nur bei Raulito für die einmalige Chance bedanken in dieser einen Saison die La Liga kennenzulernen, aber auch erstmals in FIFA Town in der Champions League zu spielen, nachdem man dieses Ziel Saison über Saison nur knapp nicht erreichte. Diesmal wird es so weit sein. Und man freut sich über diese neue Herausforderungen nach zwei überragende Saison bei Eintracht Frankfurt. Danke Eintracht Frankfurt und danke an Marco_Wun für den vor 6 Monaten getätigten Tausch, der mir die Möglichkeit gegeben hat meinen Verein auch auf dem virtuellen Rasen so bestmöglich wie es nur ging vertreten zu dürfen.

 

Und ob man auch im Oktober die neugeborenen Legenden wie Kamada oder gar einen Filip Kostic weiter trainieren wird, liegt auch ein wenig an die Spieler selbst. Dazu gab auch Kulttrainier Stepanovic, der mit seiner vertrauten Runde um Bein, Falkenmayer, Binz und Kruse selbstverständlich den Erfolg der Euro League mitbekommen hat, ebenfalls ein Statement: „Kostic hat sich hier in Frankfurt zu einer wahnsinnigen Maschine, eine einzige Legende gemacht. Mit der Eintracht kann Kostic Champions League spielen, es sind also alle Voraussetzungen erfüllt!“ – diese Ansicht teilt auch Coach Babakinho, der in den nächsten Tagen aus der Ferne auf eine Verlängerung seines Starspielers hofft.

In diesem Sinne: Hola España - y nada mas hala Madrid!

Kommentare (2)

  • JK7
  • Babakinho